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Neugierig sein hat in unserer Gesellschaft oft einen negativen Beigeschmack. Wie schnell sagen wir:: „Nun sei doch nicht so neugierig!“.
Ein deutliches Zeichen der Abgrenzung.
Neugierig zu sein ist irgendwie schlecht oder übergriffig.

Dabei ist Neugier so viel mehr ist als die Lust auf Sensationen oder die Gier nach etwas Neuem!
In meinem Blog-Artikel geht es um eine andere Art der Neugier.
Eine Neugier, die sich wirklich zu feiern lohnt!

 

Auf die Wiederentdeckung der Neugier

Ich habe in der vergangenen Woche eine wundervolle Wiederentdeckung gemacht. Ich habe meine Neugier wiederentdeckt.
Das Gefühl, so sicher in mir zu sein und mich so wohl und gestanden zu fühlen, dass ich mit Offenheit, Neugier und Freude in die Welt schauen kann.

Nach einer längeren Durststrecke, in der ich nicht gut für mich und meine Bedürfnisse gesorgt hatte, sonden vor allem funktionierte, war ganz plötzlich diese offene, vielleicht kindliche Neugier wieder da.
Es hat sich auf einmal alles so weit, leicht und offen angefühlt.
Wie: Alles ist möglich.
Ich bin sicher in mir.
Und: andere meinen es gut mit mir.
Ich bin stark und sicher.
Ich vertraue mir und dem Leben.

Bäm! Sie war einfach wieder da – die Neugier und die Freude über das Leben!

 

Neugier und Trauma

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich sehr mit der Entstehung von Trauma und ganz aktuell mit der Polyvagal-Theorie von Stephen W. Porges.
So habe ich in einem Buch von Deb Dana über die Polyvagale-Theorie eine passende Erklärung für mein plötzlich wachgeküsstes Gefühl der Neugier entdeckt.

Die Neugier als Ausdruck eines regulierten Nervensystems, was sich sicher und verbunden fühlt.
Wo der ventrale Vagusnerv (auch Selbstheilungsnerv genannt) aktiv ist und überhaupt erst Raum für Kreativität, Freude und Spiel entstehen kann.
Visionen werden in diesem Zustand möglich und ist genügend Sicherheit da, um mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen.
Ich bin fähig, Entscheidungen zu treffen und die Natur, das Leben und das Zusammensein mit anderen Menschen zu genießen. 

Menschen, die durch Vernachlässigung, Missbrauch, Misshandlung und andere traumatische Erlebnisse keine sichere Bindung erfahren haben, verweilen oft in einem erstarrten oder einen hypermoblilisierten Zustand. Oder sie wechseln zwischen beiden Zuständen hin und her, zwischen Erschöpfung und Aktionismus. Das kann ganz unterschiedliche Ausprägungen haben und Formen annehmen.

Ebenfalls in dieser Woche benutzte eine Klienten nach der Hypnose-Sitzung genau diese Worte:
sie fühle sich jetzt so neugierig, offen und bereit für das Leben.
Wie wunderschön!
Auch in dieser Sitzung ging es um Erstarrung  und nicht zum Ausdruck gebrachte Aktivität des Körpers als Folge eines frühkindlichen Traumas.

 

Wir sollten alle viel neugieriger sein!

Auf das Leben, auf Neues und auf uns!
Andere Menschen, den Partner und andere Lebensweisen.
Wir sollten auch unsere Kinder viel mehr darin unterstützen, sich ihre natürliche Neugier zu erhalten.
Und uns freuen, wenn sie Fragen stellen.
Denn die Neugier ist ja von Anfang an da!
Je verbundener, freier und sicherer wir aufwachsen, umso neugieriger können wir sein.
Und ein selbstbestimmtes, lebensbejahendes, lebendiges und freudiges Leben zu leben.

Wie würde unser aller Leben aussehen, wenn wir wieder freudiger, lebendiger und durchlässiger sein könnten?
Statt starr, vereinzelt und misstrauisch!

Lasst uns die Neugier wiederentdecken! Lasst uns wieder lernen, lebendiger, bunter, vertrauens- und liebevoller zu leben!

Natürlich gibt es Gründe, warum diese natürliche Neugier schon in der KIndheit verloren geht.
Warum Überleben und Funktionieren mehr im Vordergrund steht.
Das kann die Folge davon sein, dass wir vielleicht nie eine sichere Verbindung zu Bezugspersonen erlebt haben,
dass dort emotionale Vernachlässigung war
und die Umstände uns so geprägt haben.
„Sei doch nicht so neugierig“
Was so viel heißt wie fall mir nicht auf die Nerven, mach dich unsichtbar, du interessierst mich nicht.

Die gute Nachricht. wir können die Neugier auf das Leben wiederentdecken.
Wir können selber einiges dafür tun, um innerlich zu wachsen, uns wieder sicher zu fühlen und etwas Neues entstehen zu lassen!
In einem weiteren Blogartikel werde ich dazu schreiben!

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