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Ich bin sicher: jeder kennt dieses eine Gefühl wie z.B. „nicht gesehen werden“ oder ein Thema, das ihm immer und immer wieder begegnet. Was einen ganzen Schwall an Gefühlen, Emotionen und Glaubenssätzen hervorrufen kann, die sich so richtig schlimm anfühlen können..

Immer wieder das gleiche Gefühl: nicht gesehen, übergangen oder missverstanden missverstanden werden

Kennst du eins dieser Gefühle? Eines, was dir immer und immer wieder passiert und dich in was hineinkatapultiert, das sich einfach nur „Uäääh“ anfühlt? Von jetzt auf gleich. Den Boden unter den Füßen wegzieht. Oder wie ein Stachel, der ganz tief in dir feststeckt und immer wieder aktiviert wird. Dass dich die Frage stellen lässt: Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich irgendwie falsch? Warum schon wieder ich? Bin ich nicht gut genug? Was ist an mir, dass mir das immer wieder passiert? Habe ich mich geirrt?

Zum Beispiel das Thema, sich nicht gesehen zu fühlen. Wenn mir das passiert, versteinere ich äußerlich, während in mir alles rebelliert: mein Herz schlägt, der Blutdruck steigt, mir wird abwechselnd heiß und kalt, meine Gedanken sind wie fixiert auf dieses Thema und ich fühle eine sehr starke Unruhe in mir.
Gleichzeitig taucht ein Gefühlscocktail aus Scham, Selbstmitleid, Beschwichtigung oder auch Schuldgefühlen auf. Vielleicht habe ich ja wirklich etwas falsch gemacht, bin nicht gut genug, bin irgendwie ein schlechter Mensch…

Warum verletzt es so sehr, nicht gesehen zu werden?

Vielleicht, weil man das schon so oft erlebt und gefühlt habe. Es einfach immer wieder passiert. Weil es hilflos und sprachlos macht. Und weil es ganz tief im Innersten berührt und scheinbar zeigt: „Du bist sowieso nichts wert.“
Weil beim darüber Reden die Stimme wegbricht ode die Tränen laufen. Und weil man auf gar keine Fall so gesehen werden will. Weil man das Gefühl hat, darüber zu reden macht es noch viel schlimmer.
Wenn man ausspricht, wie es tatsächlich in einem aussieht, macht man sich angreifbar. Oder man hat Angst vor der Bestätigung, dass man wirklich nichts wert ist. Will sich nicht noch mehr entblößen. Die Konsequenz: ein Pokerface machendieses unliebsamen Gefühle wegdrücken.

Was kann man in solchen Situationen tun? Wie darauf reagieren?

Darüber zu sprechen, nachzufragen und sich mit der Verletzung zu zeigen, kann bedeuten, sich wirklich nackig zu machen! Es gibt keinen Halt, kein Sprungtuch und keine Garantie, dass das gut ausgeht. Es ist vor allem die Angst, noch tiefer zu fallen und noch mehr bestätigt zu bekommen, wertlos zu sein.

  • Der allererste Schritt ist anzuerkennen, dass man so fühlt. Das Gefühl da sein lassen mit allem Schmerz, der Ohnmacht und Verzweiflung, die es auslöst.
  • Überhaupt einmal darüber sprechen. In einem sicheren Rahmen, mit einer Person, der man vertraut. Wie z.B. der Partner oder eine sehr gute Freundin. Danach kommt oft schon eine erste Erleichterung.
  • Der dritte Faktor ist die Zeit: die berühmte Nacht drüber schlafen, zu merken: „ja, dieses Thema und diese Verletzung besetzen mich so sehr, sodass ich nicht frei bin für das, was ich eigentlich machen will“. Das zeigt die Bedeutung, die das Thema hat. Und die Dringlichkeit zu handeln. Weil sich das Gedankenkarussel sonst nur noch darum dreht.
  • Der wichtigste Schritt ist, sich bei den beteiligten Personen damit sichtbar zu machen, nachzufragen und heraus zu finden, was da eigentlich passiert ist. Der schwerste und der heilsamste Shritt zugleich. Und es bedeutet: sich wirklich zu zeigen. Mit allem Schmerz und allen Verletzungen.
  • Die letzte Stufe kann sein: zu lernen, direkt in dem Moment zu handeln, zu fragen, sprechen und nachzuhaken. Um gar nicht so lange damit beschäftigt zu sein. Die Königsdisziplin sozusagen. Die vielleicht Vorabeit braucht durch die anderen Schritte. Und auf jeden Fall ganz viel Mut.

Was verändert sich dadurch?

Oft zeigt sich, dass einfach nur ein altes Muster angesprungen ist – einfach weil man es so gut kennt. Die Antennen sind genau darauf ausgerichtet dieses „Übersehen werden“ zu erkennen. Vielleicht stimmt es aber auch, dass man übersehen worden ist. Durch das Ausprechen hat man die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das nicht noch einmal passiert. Man hat die Sprachlosigkeit und Ohnmacht überwunden und selber gehandelt! Das ist ganz wichtig und gibt die Handlungsfähigkeit zurück. Man ist für sich eingestanden.
Vielleicht hat das ja auch gar nichts mit einem selbst zu tun, sondern mit einem Stress, den die andere Person gerade hat. Das zu erkennenn und im Bewusstsein zu haben, kann sehr heilsam sein.

Wenn es nicht ausgesprochen wird, dann wächst der Stachel, die Angst und die damit verbundene Unsicherheit noch mehr.
Dabei bleiben die Gefühle, der Selbstzweifel oder die unterdrückte Wut weiterhin aktiv. Sodass allein der Gedanke an diese Situation immer noch so sehr trifft, als wäre es gerade erst geschehen. Es lebt weiter und hat immer noch Macht.

Es ist so wichtig, diese alten Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Leben ziehen, aufzulösen.

Ich halte es für so wichtig, die Hintergründe und die Entstehung dieser Gefühle besser zu verstehen.
Dieses Thema lädt ein, wirklich hinzuschauen um die damit verbundenen Gefühle langfristigzu verändern. Deswegen halte ich die Hypnose – oder den Yager-Code dafür so wirkungsvoll.
Genauso braucht es, sich bewusst dafür zu entscheiden, diese alte Geschichte gehen zu lassen und für sich eine neue Wahl zu treffen. Nicht mehr bereit zu sein, sich so zu fühlen und diesen Gefühlen so viel Macht über sich und sein Leben zu geben.

Feiere dich und erkenne dich an, wenn du es geschafft hast für dich einzustehen. Egal ob direkt oder nach einigen Tagen – es ist dann, wie wenn eine große Last abfällt und wieder Platz für andere Dinge entsteht.
Mit jeder erfolgreichen Wiederholung lernst du immer mehr, dass dieses alte Gefühl nicht recht hat. Daran kannst du wachsen.
So, wie der Stachel ist irgendwann gesetzt wurde, kann auch wieder entfernt werden.


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