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Warum ich Rückführungen ganz besonders liebe.

Über Rückführungen in vergangene Leben und das Zwischenleben, und warum sie mich immer wieder berühren.

Eine Person steht auf einem Berggipfel und blickt hinauf zur Milchstraße

Ein besonderer Moment in meiner Arbeit ist, wenn ich Klienten in vergangene Leben oder in das Zwischenleben zurückführen darf.

Klienten kommen nach einer Rückführung oft sprachlos aus der Sitzung, manche brauchen einen Moment, bevor sie überhaupt etwas sagen können. In einem Fall betrachtete eine Klientin eine seit Jahren schmerzhafte Beziehung plötzlich neutral, die Anspannung löste sich sichtbar. Andere sehen danach ihre Lebensentwürfe klarer und gehen berufliche Veränderungen an, die vorher blockiert waren.

Warum sind Rückführungen so besonders?

Rückführungen sind wie alle anderen Sitzungen auch ganz normale Hypnose-Sitzungen mit einem Vorgespräch, der Trance-Induktion und dann die Reise über dieses Leben hinaus in vorherige Leben oder noch weiter in das Zwischenleben. Auch hier erlebt der Klient alles selber. Meine Aufgabe ist es, zu begleiten und die passenden Fragen zu stellen.

Montagmorgen, zwei Wochen nach der Sitzung. Ein Klient räumt seinen Schreibtisch leer. Nicht aus Wut, ganz ruhig. Er hatte in der Rückführung gespürt, wie es sich anfühlt, wirklich am richtigen Ort zu sein, und dieses Gefühl lässt sich danach nicht mehr ignorieren. Also handelt er.

Die gewohnten Bewertungsmuster von gut und schlecht, richtig und falsch, funktionieren in einer Rückführung oft nicht mehr. Man kann in einem Leben etwas Schlimmes erlebt haben und trotzdem ist da ganz viel Liebe. Oder man hat etwas Gutes getan, aber die Absicht dahinter war gar nicht so klar, wie man dachte.


Warum macht man eine Rückführung?

  • Neugier ist wohl der häufigste Grund, es einfach mal wissen und kennenlernen zu wollen.
  • Lebensthemen und Gefühle, auf die man bisher und mit anderen Methoden keine Lösung gefunden hat.
  • Manchmal will man einfach wissen, warum man als Person in diesem Leben ist und was man sich vorgenommen hat.
  • Angst vorm Sterben und vorm Leben zu verlieren.
  • Beziehungsklärung.

Ich erlebe Rückführungen als sehr bodenständig und tatsächlich erdend. Denn diese Informationen aus den vergangenen Leben sind so normal, so bodenständig. Es sind nicht diese besonderen Leben wie die Hexen, Ritter, Prinzessinnen und so weiter, die man sich oft vorstellt. Und selbst wenn es eine vielleicht sogar bekannte oder historische Persönlichkeit ist oder das Leben Teil bedeutender historischer Ereignisse, liegt die Bedeutung, warum man dieses Leben gezeigt bekommt, oft ganz woanders.


Praktischer Ablauf

Rückführungen in vergangene Leben

In der Regel werden 2 bis 4 Stationen von 2 bis 4 verschiedenen Leben angeschaut. Chronologisch und zeitlich muss das keinen Sinn machen. Es kann eine Erinnerung als 30-Jähriger sein, dann eine als 60-Jähriger und dann noch eine Kindheitssituation.

Wenn in einem Leben alle für das Thema entscheidenden Situationen angeschaut worden sind, geht es in ein anderes Leben. Auch dieses kann viele oder wenige Jahre vor oder nach dem soeben angeschauten Leben sein. Wieder werden alle wichtigen Situationen angeschaut.

Manchmal reichen diese 2 Leben, manchmal braucht es noch 1 bis 2 weitere, um die Botschaft zu verstehen. Manchmal ist man nach 2 Stationen auch erschöpft und es reicht aus diesem Grund.

Abgeschlossen wird die Rückführung in vergangene Leben durch das Erleben des Todes in dem zuletzt erlebten Leben. So bekommt man einen Eindruck vom Sterben und dem, was dann passiert.

Nach dem Tod schaut man noch mal auf die Leben zurück und sucht die Botschaft darin, der wichtigste Moment jeder Rückführung. Ich erlebe immer wieder wie sich durch alle wiedererlebten Leben ein roter Faden zieht. Der Klient erhält eine klare Botschaft, die bedeutend für die aktuelle Lebenssituation ist.

Und das ist spätestens dieser Moment, den ich als so erdend und bodenständig erlebe. Denn hier erfahre der Klient etwas, was hilfreich für sein Leben und für seine Fragestellung ist. Etwas, was er direkt in sein Leben integrieren und umsetzen kann.

Ich muss die Botschaft am Ende nie interpretieren. Der Klient tut das selbst, meistens noch während er die letzten Bilder vor sich sieht.


Rückführungen in das Zwischenleben

Das bedeutet: der Raum zwischen zwei Leben: die geistige Welt, der Moment nach dem Sterben und vor der neuen Inkarnation.

Hier hat der Klient die Möglichkeit, seinem Geistführer Fragen zu stellen zu Themen, die ihn bewegen. Er kann bereits verstorbenen Personen begegnen und hier vielleicht Unausgesprochenes klären und heilen. Oder noch viel tiefgehender in den Sinn und die Aufgabe seines Lebenseintauchen.

Der Weg in das Zwischenleben geschieht ebenfalls über ein vergangenes Leben und über den Tod. Spannenderweise erlebe ich immer wieder, dass das zuvor erlebte Leben immer schon sehr viel Antworten auf die Fragen, die der Klient hat, gibt.


Was genau liebe ich daran?

Ein Klient liegt vor mir, Tränen laufen ihm über die Wangen, aber sein Gesicht ist entspannt. Er hat gerade ein Leben erlebt, in dem er nichts besaß, keine Macht, keinen Titel, und trotzdem sagt er später nur einen Satz: „Das war das glücklichste Leben, das ich je hatte."

Sechs Wochen nach der Sitzung schreibt mir eine Klientin: Sie ist umgezogen. Nicht wegen der Rückführung, sagt sie, aber ohne die Rückführung hätte sie sich das nie getraut.

Das sind Beispiele von Klienten, die bereits ausdrücken, was Rückführungen sein können: eine Neugeburt ins eigene Leben.


Was hat es persönlich mit mir gemacht?

Meine Motivation war tatsächlich einfach Neugier. Als ich mich etwas mehr damit beschäftigt und die Bücher von Michael Newton gelesen habe, saß ich abends mit einem seiner Bücher auf dem Sofa, eigentlich wollte ich nur ein Kapitel lesen. Drei Stunden später war es dunkel draußen, das Buch war durch, und ich wusste: Ich will das selbst erleben, und zwar bald.

Und mit jeder Rückführung, egal ob ich sie bei jemandem gemacht habe oder selbst erlebt, ist diese Faszination und Begeisterung noch größer geworden. Ich könnte hier einfach schreiben „das musst du selbst erleben" und den Satz beenden. Aber das wäre zu einfach. Also versuche ich es trotzdem: Es ist das Gefühl, wenn plötzlich egal ist, was du besitzt oder wie viel Macht du hast, und trotzdem taucht ein Glück auf, das größer ist als alles, was du vorher kanntest.
Ein Gefühl von Lebendigkeit, Verbundenheit und tiefer Liebe.

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