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Menschen kommen mit den unterschiedlichsten Themen für eine Hypnose zu mir in die Praxis. Nicht immer macht eine Hypnose Sinn. Dabei liegt es meistens nicht an dem Thema, das der Klient mitbringt, sondern mehr an den persönlichen und situativen Voraussetzungen. Ich möchte hier in diesem Blog-Artikel anhand einiger Beispiele zeigen, wann und wie eine Hypnose Sinn macht  und wann nicht.

 

1 – Eine Hypnose macht Sinn zur Unterstützung bei körperlichen Symptomen

Hypnose kann eine große Unterstützung und Hilfe bei körperlichen Themen sein. Wie geht das? Ich gehe davon aus, dass der Körper und die Symptome mir etwas sagen wollen. Also suchen wir in der Trance nach dem Körperteil, der Region, der das Problem verursacht. Das ist eine spannende Reise, wenn man plötzlich mit seiner Niere oder seinem Darm spricht :-)). So kann man verstehen, warum dieses Körperteil das Problem verursacht. Erfahren, wie es ihm geht und was es braucht, um zu heilen. In einem zweiten Schritt reist der Klient in der Zeit zurück zu dem Ursprung des Problems und des Gefühls.

 

Dazu ein Beispiel:

Carla hat ein Problem mit ihrem Anus: große Schmerzen, Entzündung und Druck. Vor allem diesen Druck spürte sie fast immer und vor allem beim Sitzen. Latent war diese Problem seit längerem vorhanden und in bestimmten Abständen trat es akut auf. Sie wollte, dass das Problem weg geht und gleichzeitig auch mehr über den Ursprung und die Bedeutung dieses Symptoms wissen.

Als verursachendes Körperteil tauchte ihr Bauchfell auf und sprach von zu großem Druck. Druck und Anstrengung, alles zusammenhalten zu müssen. Es hatte das Gefühl, diesen Druck nicht mehr aushalten zu können. Also gab es ihn nach unten an den Anus als letzte Instanz weiter.

In der Regression landete Carla in einer Situation kurz nach der Trennung ihrer Eltern als sie 6 oder 7 Jahre alt war. Auch hier hat sie einen enormen Druck gespürt, um die Trennung zu verkraften. Sie hat sich zwischen beiden Elternteilen hin und her gerissen gefühlt. Am liebsten wollte sie, dass die Eltern wieder zusammenkommen. Also auch hier das Zusammenhalten und die Anstrangung.
Sie hatte zu dieser Zeit auch sehr oft Bauchschmerzen. Deswegen ist die Mutter oft noch abends mit ihr zum Vater gefahren. Dieser hat ihr einen Einlauf gegen die Bauchschmerzen verpasst.

Hier stecken verschiedene Dinge drin: Der Anus als ein Ort der Intimtätsverletzung durch den Vater unter den Augen der Mutter. Was Carla aber ebenso wie die Bauchschmerzen in Kauf genommen hat, um die Eltern immer wieder zusammenzubringen.  

Der nächste Schritt war herauszufinden, was Carla tun kann und sollte, um diesen inneren Druck, zu verändern. Was die kleine Carla braucht und auch das Bauchfell, um zu heilen. Das heißt, sie hat in der Hypnose-Sitzung durch innere Verhandlungen in sich selber die Antworten gefunden.

Wann immer sich nun die körperlichen Symptome wieder zeigen, hält sie inne. Sie schaut, was das für ein Druck ist, den sie gerade wieder spürt. Aus den inneren Verhandlungen weiß sie, was sie selber tun kann.
Das heißt also nicht, dass mit einer Hypnose-Sitzung alle Symptome einfach verschwunden sind. Aber dass sie von nun an genauer hinschaut und weiß, was sie selber tun kann. Meiner Erfahrung nach, verschwinden mit dem Hinschauen und Bewusstmachen die Symptome wieder.

 

2 – Hilfe und Veränderung bei emotionalen Themen wie: Ängste, tief sitzende Gefühle, Muster und Blockaden

Hier ist der Ablauf ähnlich wie bei der Arbeit mit körperlichen Symptomen. Nur, dass wir gleich in die Regression zum Ursprung des Gefühls zurückgehen. Auch hier schauen wir, was gebraucht wird damit das Gefühl heilen kann und eine Veränderung möglich ist.

 

Hier ein Beispiel:

Frau B. kam zu mir, weil sie sehr unter ihren Schuldgefühlen litt. Sie hatte den Drang, es allen anderen rechtmachen zu wollen und sich selbst zu vernachlässigen. Sie wollte endlich Ruhe in ihre Gefühlswelt und in ihr Leben bringen. Denn sie fühlte sich immer mehr ausgepowert. Sie lebte in dem Gefühl, es nie jemandem und vor allem nicht sich selber recht machen zu können.

In der Regression landete sie im Mutterleib und erlebte dort, dass sie einen Zwillingsbruder hatte. Dieser war im Verlauf der Schwangerschaft gestorben. Für Frau B. war es sehr schwer auszuhalten, dass dieser vertraute Mennsch plötzlich weg war. Sie fühlte sich schuldig. Schuldig, weil sie überlebt hatte und er nicht. Trauer, Alleingelassensein und Schuld waren hier überwältigende Gefühle.

Als Heilungsansatz war es möglich, mit ihrem Bruder zu kommunizieren. Sie konnte von ihm z.B. hören, dass er aus freien Stücken gegangen ist. Dass sie keine Schuld daran hat. Sie konnte die Liebe und Verbundenheit zu ihm fühlen und verinnerlichen. Es sind viele Tränen geflossen, Tränen des Erkennens, der tiefen Verbundenheit und der Liebe.

In der Nachbesprechung bemerkte sie, dass das, was sie in der Hypnose erlebt und erfahren hatte, genau dem Gefühl entsprochen hat, weswegen sie gekommen sei. Und dass sie diesen Bruder immer schon gespürt hatte, obwohl sie bewusst nichts von ihm wusste. 
Auch hier weiß sie von nun an die starken Schuldgefühle einzuorden und kann anders mit ihnen umgehen.

 

3 – Klarheit dafür, sich, sein Leben und seine Lebensaufgabe besser zu verstehen

Hier bieten sich Rückführungen in vergangene Leben und in das Zwischenleben als großartige (Grenz-)Erfahrungen an. Manchmal möchte man Dinge aus einem größeren Zusammenhang heraus verstehen. Oder ist einfach nur neugierig. Man möchte vielleicht wissen, was man in möglichen vergangenen Leben erlebt hat. Oder was nach dem Tod erlebbar ist. Vielleicht möchte man auch über den Besuch in der geistigen Welt zu einem ganz konkreten Thema Antworten von seinem Seelenführer erhalten.

Zugegeben: das ist eine ganz besondere Art, Hypnose anzuwenden. Sie setzt eine bestimmte Haltung voraus. Wie zum Beispiel an Reinkarnation zu glauben oder dass nach dem Tod noch etwas kommt. Wenn man sich auf diese Erfahrung einlässt, erlebt und fühlt man all die Dinge selber. Man ist mittendrin. Das macht es leichter, es anzunehmen, als wenn man es, wie z.B. bei einem Channeling, nur erzählt bekäme.

Die Erfahrungen, die man in einer Hypnose-Sitzung machen kann, haben einen klaren Bezug zum heutigen Leben. Es sind selten ganz besondere Leben, wie z.B. berühmte Persönlichkeiten. Und wenn, dann spielt das für die Botschaft keine Rolle.

 

Wie meine ich das? Ein weiteres Beispiel…

…von einer Rückführung in vergangene Leben, die sehr eindrücklich für mich war. Leo wollte über eine Rückführung in vergangene Leben weiter in das Zwischenleben. Er wollte auf der einen Seite aus Neugier einfach die Erfahrung einer Rückführung machen. Auf der anderen Seite hatte er einige Fragen mitgebracht, auf die er in der geistigen Welt auf Antworten hoffte.

Bei der Rückführung in vergangene Leben war er in verschiedenen Lebensabschnitten eines Lebens. Ein einflussreicher Mann im 19. bis frühes 20. Jahrhundert.
Es waren Szenen seiner Hochzeit und der Machtübernahme. Szenen eines Verrats und seines Todes. Das Hauptthema dieses Lebens war der Verrat, der ihn so sehr verletzt und geprägt hatte, dass er trotz seiner Stellung sehr einsam und verbittert gestorben ist. Trotz seiner Position war er nicht glücklich. Er hatte sein Herz durch Verletzungen und eine Trennung hart werden lassen. Nachdem Leo während der Rückführung den Tod dieser Person durchlebt hatte, konnte er den Weg ins Zwischenleben gehen. Dort hat er dieses vergangene Leben zusammen mit seinem Seelenführer reflektiert. Er konnte den Bezug zu seiner aktuellen Sitauation und zu seinen Fragen herstellen.
Die Hauptbotschaft des vergangenen Lebens war: seni Herz wieder weich werden zu lassen und zu öffnen. Der Status der Person spielte dabei keine Rolle!

Es war eine sehr emotionale und erkenntnisreiche Sitzung. Leo ist mit einem Gefühl des Friedens und einer starken Verbundenheit mit sich selber aus dieser Sitzung gegangen. Seine Aufgabe war klar. Vergeben, eine bestimmte Situation annehmen. Sein Herz wieder öffnen. Das ist etwas, was er üben darf. Und von nun an wie ein Leitstern über sein Leben steht. Einige Monate später berichtete er mir, dass es ihm nun viel leichter mit der Trennung gehe. Er diesem Menschen viel leichter begegnen könne. Er immer wieder beobachten könne, wann er sich innerlich verhärtet. Und dann bewusst in Kontakt ginge mit seinem Herzen.

 

4 – Wann macht eine Hypnose vielleicht keinen Sinn?

Ich habe das Selbstverständnis: ich begleite die Menschen auf ihrer inneren Reise. Ich gebe dazu Anleitung, Halt und Unterstützung. Der Klient muss die eigentliche Reise und Erfahrung selber machen. Auch wenn das eine Herausforderung ist – es ist das, was Hypnose so wirkungsvoll macht. Denn so macht der Klient jede Erfahrung selber. So kann er die Erfahrung und die Schritte zur Heilung viel besser verstehen und integrieren.

Das setzt voraus, dass der Klient sich emotional und körperlich spürt. Er muss seinen Wahrnehmungen vertrauen. Sie dürfen nicht durch starke oder bewusstseinsverändernde Medikamente getrübt sein. Manchmal stehen akute und heftige Schmerzen so im Vordergrund, sodass der Klient sich nicht entspannen kann. Oder er hat eigentlich viel zu viel Angst sich darauf einzulassen und blockiert sich selber. Weil er vielleicht Sorge hat, etwas Schlimmes über sich zu erfahren. Oder mit dem, was während der Hypnose erlebt, nicht umgehen kann. Ihm fehlt die nötige Vorstellungskraft und Selbstreflektion.

In solchen Fällen habe ich die Erfahrung gemacht, dass schon meine Erklärungen nicht ankommen. Sie nicht verstanden werden oder überhaupt nicht vorstellbar sind. Weil der Klient so sehr in sich und in seinem Problem, Schmerz oder Angst gefangen ist, dass kein Raum und keine Kreativität für eine Hypnose-Sitzung vorhanden ist.

Oft sind es Traumatisierungen, die diese Enge verursachen und die Offenheit fehlen lassen. Hier wären zunächst ganz andere Schritte zur Stabilisierung und zum Vertrauensaufbau wichtig.

 

Mein Fazit:

Nicht unbedingt das Thema bestimmt, ob eine Hypnose Sinn macht, oder nicht. Hier habe ich schon zu den spannendsten Themen gearbeitet. Daraus habe die Ekenntnis gewonnen, dass der Auswahl des Themas fast keine Grenzen gesetzt sind.. So ist es z.B. auch bei Themen wie Ekel vor Äpfeln möglich, an Ursprung des Problems zu gelangen.

Unabhängig vom Thema der Hypnose-Sitzung, ist die Bereitschaft des Klienten, selber Teil der Lösung zu sein, unbedingte Voraussetzung für den Erfolg. Wie meine ich das? Dass er nicht erwartet, jemand anderes macht ihm sein Problem weg. Sondern dass er während der Sitzung und auch danach mitarbeiten muss, um die Dinge zu verstehen, umzusetzen und in sein Leben zu integrieren.

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